
Schule ist nicht immer nur Spaß und Zusammensein mit den Freunden. Es ist auch lernen. Lernen für die Allgemeinbildung aber auch lernen für die Zukunft. Doch was bringt uns die Zukunft, wenn man auf das Lernen schaut? Sind die Lerninhalte, die wir in der Schule vermittelt bekommen, wirklich noch aktuell und für die Zukunft bestens geeignet?
Viele Schulbücher sind nicht mehr aktuell
Allein der Blick in die Schulbücher reicht aus, um diese Frage zu beantworten. In vielen Fächern hinkt der Lernstoff der Realität hinterher.
Sicherlich ist es nicht einfach, für jedes Schulfach regelmäßig neue Lerninhalte zu erstellen. Doch was nützt es, wenn der Schüler lernt, wie ein Fax zu verschicken ist, wenn diese Technik überhaupt nicht mehr genutzt wird? Was nützt es, wenn wir als Schüler lernen sollen, wie Gleichungen mit unterschiedlichen Variablen berechnet werden und noch nicht mal das klassische Kopfrechnen richtig können? Was nützt es, komplizierte chemische Formeln auswendig zu lernen, wenn Grundlagen wie beispielsweise der richtige Umgang mit Wasser und anderen Rohstoffen fehlt? Wäre es nicht sinnvoller, die Schüler auf das reale Leben vorzubereiten, als Fantasiegebilde im Unterricht aufzubauen, die später niemand braucht?
Die Qualifikation sollte im Beruf stattfinden
Die MINT-Fächer im Unterricht sind richtig und auch wichtig. Es ist wichtig zu wissen, wie das Leben funktioniert und warum manche Dinge so sind wie sie sind. Wenn wir uns die Lerninhalte jedoch anschauen, fällt deutlich auf, dass sie völlig an der Realität vorbei sind. Nicht in jedem Fall aber in vielen Fällen.
Sinnvoll wäre es aus Schülersicht sicherlich, die elementaren Dinge in der Schule zu lernen und die Spezialisierung dann im Beruf vorzunehmen. Eine Bürokauffrau benötigt keine komplizierten chemischen Formeln oder physikalischen Vorgänge, die sie im Unterricht lernt. Das benötigen all jene, die in den Naturwissenschaften später Fuß fassen wollen.
Viele Unternehmen beklagen, dass Schulabgänger nicht mehr ausbildungsfähig sind. Dass Grundlagen fehlen, um dann speziell darauf aufbauen zu können. Oftmals fehlt auch das Interesse an vielen Berufen, weil die meisten Schüler gar nicht mehr wissen, welche Berufe es gibt und was dort alles gemacht wird. „Influencer“ kann nicht jeder werden. Aber im Handwerk werden beispielsweise viele fleißige Hände benötigt. Ebenso im Gesundheitswesen und diversen anderen Branchen. Wenn die Schulzeit mehr genutzt werden würde, um die Schüler auf eine solide Zukunft vorzubereiten, wäre an vielen Stellen geholfen. Die Allgemeinbildung würde steigen, das Interesse an den unterschiedlichen Berufen würde steigen und nicht jeder fühlt sich mehr dazu berufen, unbedingt Abitur machen zu müssen. Wir brauchen nämlich nicht nur studierte Köpfe, sondern auch viele Arbeiter, die das Ausgedachte der Studierten am Ende auch umsetzen.
Bessere Lerninhalte sind notwendig
Ein Gegensteuern ist nur mit besseren Lerninhalten möglich. Mit modernen Büchern, modernen Unterrichtsstunden und modernen Inhalten. Mit mehr Praxis und weniger Theorie. Und mit einem bundesweit einheitlichen Vorgehen und nicht wie aktuell, wo jede SCHULE ihre eigenen Bücher aussuchen kann. Das bringt uns nicht weiter und schwächt nicht nur die Schüler, sondern am Ende auch die Wirtschaft und unser aller Wohlstand.